Wer ist eigentlich diese:r Sumi-e und warum sieht das alles japanisch aus?

Weil der Zeichenstil ursprünglich aus China kommt.

Häh?

Okay, nochmal von vorne. Wie viele in Japan gebräuchliche Kunst- und Kulturtechniken (hallo Karate) wurde auch das Sumi-e oder Suibokuga in China entwickelt und später im Inselstaat als Maltechnik übernommen und in eigene Stilrichtungen weiterentwickelt. In seiner Reinform ist Sumi-e das Zeichnen mit Tusche und Pinsel auf weißem Papier und wurde zusammen mit dem Zen Buddhismus in Japan etabliert. Später kamen auch Zeichnungen mit farbigen Elementen hinzu.

Die Schwierigkeit beim Sumi-e besteht darin, ausdrucksvolle Bilder allein durch die Pigmentdichte der Tusche zu kreieren. Nicht umsonst ist die Disziplin eine von vielen japanischen Künsten, die sehr viel Übung benötigen bis man sich als Meister bezeichnen kann. Unter unseren Künstlern findet sich sogar einer dieser Meister. Péchane praktiziert schon seit 2002 Sumi-e klassisch auf Leinwand mit Tusche. Seine Werke eignen sich auch wunderbar als Shirtmotiv .

Nun ist die Zeit des feudalen Japans aber vorbei.
Gibt’s da nix Aktuelles?

Doch, na klar! Ihr alle kennt sicher die Geschichte um die Göttin der Sonne in Form eines Wolfs, Amaterasu, aus dem Videospiel Ōkami. Der Stil des Spiels orientiert sich komplett am Sumi-e und sieht auch 15 Jahre später immer noch fantastisch aus.

Mittlerweile haben auch diverse unserer Künstler die Schönheit des Sumi-e für sich entdeckt und verwandeln immer mehr verschiedene Charaktere und Franchises in gepinselte Kunstwerke. Manchmal braucht es doch einfach „nur“ die richtigen Photoshopbrushes. ;> Perfektioniert hat das beispielsweise Dr. Monekers aus Spanien, der es wie kein zweiter versteht, Anime und Popkultur in Sumi-e abzubilden.
Auch bei kharmazero und Blanca Vidal findet ihr ein paar von der Tuschetechnik inspirierte Werke.

Ob nun klassisch oder modern, im Shop findest du eine riesige Auswahl an Sumi-e und weiteren Spielarten.

Sumi-E Selektion
Péchane Shop
Dr. Monekers Shop